Seger Martin

  • geboren am 10. Oktober 1877 in Ledenitzen
  • gestorben am 14. Juli 1943 im KZ Auschwitz
  • zuletzt wohnhaft in Seebach 8b bei Villach

Martin Seger war verheiratet mit Maria Holzinger und wurde als Angehöriger der Volksgruppe der Sinti im April 1941 von der Kriminalpolizei in Kärnten verhaftet und der Kriminalpolizei Linz übergeben. Von der Linzer Kripo wurde er in das Zigeuneranhaltelager Weyer/Gemeinde St. Pantaleon in Oberösterreich eingeliefert. Nach Auflösung des St. Pantaleoner Lagers im November 1941 deportierte man alle 301 Häftlinge in das burgenländische Lager Lackenbach. Nach einem kurzen Zwischenaufenthalt in Lackenbach wurden alle Gefangene aus „Weyer“ weiter nach Polen in das Zigeunerghetto von Lodz/Litzmannstadt deportiert. Martin Seger wurde mit der Häftlingsnummer Z-5864 in das KZ Auschwitz eingeliefert, wo er am 14. Juli 1943 starb. Seine Tochter Elvira, geboren 1919 in Villach, überlebte als eine der wenigen Familienmitglieder der Familie Seger die Verfolgung der Villacher Sinti.

Quellen und weiterführende Literatur:
Namensverzeichnis der Kriminalpolizei Linz.
Meldezettel des Einwohneramtes der Bundespolizei Villach.
Tagebuch des Zigeunerlagers Lackenbach.
DÖW Datenbank Nr. 11340.
Erika Thurner: Nationalsozialismus und die Zigeuner in Österreich, Wien 1983.
Ludwig Laher: Herzfleischentartung, Innsbruck 2001.
Sterbebücher von Auschwitz.
Korrespondenz von Alexandra Schmidt mit dem Enkel von Elvira Seger.