Heuss Ludwig

  • geboren am 26. März 1905 in Cilli/Celje
  • deportiert am 24. März  1941 in die NS-Tötungsanstalt Schloss Hartheim und ermordet
  • zuletzt wohnhaft in Villach

Ludwig Heuss kam mit einer geistigen Beeinträchtigung in Cilli/Celje in der Untersteiermark zur Welt. Im Jahre 1907 kam seine Schwester Helene zur Welt. Nach dem Ersten Weltkrieg zog die Familie nach Villach, wo der Vater Hans Heuss mit seiner Frau Emilie in der 10. Oktoberstraße eine Buchhandlung eröffnete. Ludwig Heuss kam in ein Pflegeheim. Nach einigen Jahren Aufenthalt im Pflegeheim wurde er in das Gaukrankenhaus Klagenfurt überstellt.

Am 26. März 1941 wird Ludwig Heuss im Rahmen der „T4-Aktion“ gemeinsam mit mehreren Personen in die oberösterreichische Landespsychiatrie Niedernhart bei Linz deportiert und von dort mit einem Omnibus nach Schloss Hartheim gebracht und ermordet.

Am 25. Mai 1941 wird seine Urne am Villacher Zentralfriedhof kirchlich bestattet.

Quellen und weiterführende Literatur: 
Die namentlich erfassten Opfer der NS-Euthanasiemorde in und aus Kärnten – Auszug aus dem Namensarchiv der Plattform der NS-Opferverbände in Kärnten. Bearbeitung und Konzept: Helge Stromberger. Erhebungsstand: Jänner 2012, maschinenschriftlich. Einsehbar: beim Kärntner Landesarchiv oder beim Autor.
Herwig Oberlerchner; Helge Stromberger (Hg.): Sterilisiert, vergiftet und erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten, Klagenfurt 2017.